Pisa auf hanseatisch

Vor gut fünf Jahren erblickte eine der bemerkenswertesten Initiativen unserer Stadt, P.I.S.A. für Lübeck, das Licht der Öffentlichkeit. Damals erinnerte ich in meinem Grußwort, wie relativ leicht die Suche nach einem Ausbildungsplatz zu meiner Jugendzeit (vor heute gut 50 Jahren) gewesen - und mit welchen Schwierigkeiten im Verhältnis dazu im Jahre 2004 der Weg zu Ausbildung und Beruf gepflastert sei. und daß es heute, 2009, leichter geworden sei, läßt sich bei bestem Willen nicht behaupten.

Die Weltwirtschaft steckt in einer tiefen Krise, Umsätze schrumpfen, Gewinne brechen ein, rote Zahlen halten Einzug in Bilanzen, Unternehmen, ob groß oder klein, sind zu schärfstem Kostenmanagement gezwungen - womit auch die Berufsbildung als signifikanter Faktor auf den Prüfstand gerät. Umgekehrt wissen verantwortungsbewußte Unternehmer, daß die geburten- schwachen Jahrgänge im Anmarsch sind und qualifizierter Nachwuchs in wenigen Jahren kaum noch zu haben sein wird. Wer die Zukunft seines Unternehmens sichern will, muß heute in Ausbildung investieren, Krise hin, Krise her!

Um Brücken zwischen Schulen und Betrieben zu schlagen und unermüdlich für Ausbildungsbereitschaft bei Jungen wie Unternehmen zu werben, begründete ein Kreis von Pädagogen, Unternehmern, Bildungsverwaltern, Ausbildern und Kirchenleuten, Frauen wie Männer, die Initiative P.I.S.A., die sich die Gründung enger Partnerschaften zwischen Schulen und Unternehmen auf die Fahnen schrieb. Inzwischen sind zahllose Schulen und Unternehmen der Initiative beigetreten und haben aus ihr - fast unbeachtet von der Öffentlichkeit - eines der erfreulichsten Bildungsmodelle der Nachkriegszeit in Lübeck etabliert. Zum Nutzen aller Jungen, die berufliche Qualifikation suchen, und zum Frommen der Wirtschaft, die ohne ausgebildeten Nachwuchs keine Zukunft hat.

Allen "Machern" Respekt und Dank - und Mast- und Schotbruch für´s nächste Jahrfünft!

Björn Engholm

| www.PisaFuerLuebeck.de | info@pisafuerluebeck.de |