HL-live.de vom 19. Januar 2009

Die Wirtschaftskrise in der Schule

Seit 2004 gibt es die "PatenschaftsInitiative Schule & Arbeit für Lübeck" (PISA). Und sie ist noch immer aktuell: So konnten die Schüler der Ernestinenschule am Montag erfahren, wie die Finanz- und Wirtschaftskrise entstanden ist. Und das nicht aus einem Schulbuch, sondern von einem Experten.



Der Vorstandsvorsitzende der Neuen Lübecker, die eine Patenschaft im Rahmen von PISA mit der Schule pflegt, informierte die Schüler über die komplizierten Zusammenhänge am Finanzmarkt. Die Ausführungen reichten bis ins Jahr 1999 zurück. Damals, so Thomas Köchig, seien die Grundlagen für die Finanzkrise gelegt worden. Die US-Notenbank habe damals so niedrige Zinsen festgelegt, dass sich viele Leute ein Eigenheim leisten konnten. Mit steigenden Zinsen wurde das zum Problem.

Doch die Schüler sollen die Wirtschaft nicht nur in der Theorie kennen lernen. Deshalb geht es am Mittwoch zu den PISA-Patenbetrieben Neue Lübecker, Gabler Maschinenbau, Sparda-Bank, Marli-Werkstätten, Euroimmun und edv-compas. Bei den Betriebstagen können die jungen Leute den betrieblichen Alltag erkunden. Am Freitag startet an der Ernestinenschule schon die nächste PISA-Aktion: Thomas Köchig spricht als Mitglied des Umweltbeirates des Landes Schleswig-Holstein im Rahmen des Comenius-Projktes zum Thema "The global marshalplan – the third way?"

PISA wurde von Jochen Brüggen jun., Andreas Köster (CABUS-Infomations-Systeme GmbH), Dieter Otte (Abteilungsleiter Berufsfachschulen Friedrich-List-Schule) und Dieter Brix (Schule Grönauer Baum, Kreisfachberater für Berufsorientierung) ins Leben gerufen. Ziel ist eine bessere Vorbereitung der Schüler auf das Berufsleben. Know-How und Organsiationsgeschick wurde dem Gremium durch die IHK zu Lübeck zur Verfügung gestellt.

 
Wirtschaft in der Schule: PISA sorgt bereits seit 2004 für praxisnahen Unterricht und Betriebsbesuche.
Fotos: IB

Text-Nummer: 49888 Autor: IB/red. vom 19.01.2009 15.21
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